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Verbraucherschutz: Das sind deine Verbraucherrechte

Artikel DSGVO Würfel Auf Tastatur

Der Verbraucherschutz regelt seit einigen Jahren deine Verbraucherrechte. Aber mal ehrlich: Kennst du sie bereits? Eventuell gibst du unwissend persönliche Daten frei, die niemanden etwas angehen! Wir klären auf, wie das Gesetz dich vor Datenmissbrauch schützt.


Die Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO, trat bereits im Mai 2018 in Kraft. Doch nur wenige Verbraucher wissen, wie das Gesetz sie genau schützt. Dabei wurden die bisherigen Verbraucherrechte auf Auskunft, Berichtigung und Löschung um wichtige neue Regelungen erweitert, die du kennen solltest.


Das regelt die DSGVO

Die DSGVO regelt den Schutz der sogenannten personenbezogenen Daten, auch sensible Daten genannt. Dazu zählen zum Beispiel

  • Name
  • Geburtsdatum
  • Bankdaten
  • Kontostand
  • E-Mail-Adresse
  • IP-Adresse
  • Gesundheitsdaten
  • Geschlecht
  • Personalausweisnummer
  • Einkommen

Aber auch deine politische Meinung gehört zu den sensiblen Daten! Kurz gesagt: Das sind alle Angaben, die dich beim Surfen identifizieren.

Der Verbraucherschutz verpflichtet Website-Betreiber, dich verständlich darüber zu informieren, wie sie deine Daten erheben und verarbeiten.


Wo und für wen gilt die DSGVO?

Wo und für wen gilt die DSGVO?

Die DSGVO gilt

  • europaweit
  • für Unternehmen, die in der EU ihren Sitz haben,
  • sowie für internationale Unternehmen, die ihre Waren oder Dienstleistungen in der EU anbieten oder Verhalten von Verbrauchern in der EU beobachten.

Datenangabe widerrufen: Formen und Fristen

Die gute Nachricht vorab: Laut Verbraucherschutz kannst du grundsätzlich alle deine Datenangaben widerrufen bzw. anpassen lassen. Dies geht sogar formlos, zum Beispiel per Brief oder E-Mail. Das entsprechende Unternehmen muss unverzüglich – aber spätestens innerhalb eines Monats – schriftlich, elektronisch oder mündlich reagieren.

 

Du bist dir nicht sicher, ob deine sensiblen Daten evtl. missbraucht wurden? Oder der Website-Betreiber reagiert auf deinen Widerruf nicht? Wir beraten dich und beantworten deine Fragen innerhalb kürzester Zeit – auch in allen Rechtsfällen!


Lass deinen Fall von unseren Rechtsanwälten individuell prüfen.

Recht bekommen kann schnell teuer werden – wir wollen das ändern!

Verbraucherschutz: Das sind deine Verbraucherrechte

Verbraucherschutz: Das sind deine Verbraucherrechte

Das Unternehmen muss dich über die Verarbeitung deiner personenbezogenen Daten informieren – und das präzise, transparent und leicht verständlich, in einfacher und klarer Sprache. Mit dem Auskunftsrecht kannst du weitere Rechte, wie das auf Berichtigung oder Löschung deiner Daten, geltend machen.


Neu: Recht auf eine Kopie der Daten

Der Verbraucherschutz ist nun um eine Regelung umfangreicher: das Recht auf eine Kopie der Daten. Dadurch kannst du Auskünfte zu allen von dir gemachten Angaben als Kopie anfordern. Dies muss in der Regel kostenlos erfolgen – ab der ersten Kopie.

Recht auf Löschung bzw. auf Vergessenwerden

In bestimmten Fällen willst du deine Daten löschen lassen, zum Beispiel, weil diese vom Anbieter unrechtmäßig verarbeitet wurden. Oder wenn du deine Einwilligung, in der Fachsprache Consent genannt, widerrufen möchtest – weil zum Beispiel der ursprüngliche Zweck der Datenverarbeitung wegfällt.  

Hier kommt dir dein Verbraucherrecht auf Vergessenwerden entgegen: Unternehmen müssen deine Daten löschen sowie weitere Maßnahmen ergreifen. So müssen sie unter anderem Dritte, die deine Daten mitverarbeiten, über deinen Wunsch informieren.

Recht auf Einschränkung der Verarbeitung

Dank diesem Verbraucherrecht kannst du unter bestimmten Bedingungen verlangen, dass deine Daten gesperrt und nicht genutzt werden. Dieses Recht übst du aus, wenn zum Beispiel

  • die Daten fehlerhaft sind oder
  • du Widerspruch gegen die Datenvereinbarung eingelegt hast.

Beachte bitte: In diesem Fall werden deine Angaben nicht gelöscht!

Recht auf Berichtigung

Bei falschen personenbezogenen Daten kannst du verlangen, dass deine Daten unverzüglich berichtigt werden.


Neu: Recht auf Datenmitnahme

Der erweiterte Verbraucherschutz erleichtert es dir, deine Daten beim Wechsel zu einem neuen Anbieter mitzunehmen. So kannst du verlangen, deine einst bereitgestellten Daten (wie Kontakte, Playlists etc.) herauszugeben. Dabei ist es dein gutes Recht, den alten Anbieter dazu aufzufordern, dass die Daten in elektronischer Form direkt an den neuen Anbieter übermittelt werden – vorausgesetzt, dies ist technisch möglich.

Denke daran: Die Datenmitnahme bedeutet nicht, dass deine Daten automatisch gelöscht werden. Wünschst du das, musst du deinen ehemaligen Anbieter dazu auffordern.

Kopplungsverbot

Anbieter dürfen dich nicht dazu zwingen, Daten freizugeben, wenn diese zur Erfüllung des Vertrags nicht unbedingt notwendig sind. Daher solltest du dich nicht dazu verpflichtet fühlen. Klauseln im Online-Kaufvertrag, bei denen die Anmeldung zum Newsletter-Abo den Kauf voraussetzt, sind zum Beispiel unwirksam. Denn das verstößt gegen die Regelung, dass du deinen Consent immer freiwillig abgibst.


Daten bestens geschützt: Dank Verbraucherschutz

Wenn du deine Verbraucherrechte kennst, schützt du deine sensiblen Daten vor Missbrauch jeglicher Art. Gut zu wissen: Der Verbraucherschutz sieht vor, dass es allein deine Entscheidung ist, ob deine Personendaten von Unternehmen zu Analyse- bzw. Marketing-Zwecken gespeichert, an Dritte weitergereicht und verarbeitet werden.



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