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Richtig oder falsch im Netz

Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung: Was tun?  

 


Urheberrechtsverletzung

Du teilst gerne heruntergeladene Filme mit Freunden, holst dir Musik auf Online-Tauschbörsen oder postest fremde Bilder auf Social Media? Dann kann es passieren, dass du eine Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung bekommst. Mit unseren Tipps weißt du, was du dann tun musst.


Manche Anwaltskanzleien haben sich regelrecht darauf spezialisiert, Verstöße im Netz zu suchen und User wegen Urheberrechtsverletzung abzumahnen. Dabei geht es oft um illegale Downloads von Filmen, Spielen oder Musik. Aber auch beim Posten von Fotos kannst du leicht ins Fettnäpfchen treten: Wenn du zum Beispiel ein Bild ohne Erlaubnis des Fotografen veröffentlichst. Für so ein Bild hast du nämlich kein Nutzungsrecht – und das wird teuer.

 Wenn du Online-Tauschbörsen nutzt, um Filme, Musik, Software, Computerspiele oder Hörbücher herunter- bzw. hochzuladen (auch Filesharing genannt), verletzt du ebenfalls das Urheberrecht. Dann ist es gut möglich, dass du ein Anwaltsschreiben erhältst.

Aber ist jede Abmahnung rechtens? Und was musst und kannst du tun, wenn eine in deinem Postfach landet?


Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung? So gehst du vor!

Grundsätzlich gilt: Jede Abmahnung wegen einer Urheberrechtsverletzung, die dich per Post oder E-Mail erreicht, solltest du ernst nehmen. Wenn du nicht reagierst, riskierst du Kosten – und im schlimmsten Fall sogar ein Gerichtsverfahren. Deshalb prüfe unbedingt, ob die Abmahnung echt und gerechtfertigt ist.

 


Abmahnungen: Gefakt oder echt?

Immer wieder versenden Kanzleien gefälschte Abmahnungen, um Geld zu machen. Dennoch: Eine Abmahnung ist nicht gleich ein Fake – selbst, wenn du nichts hoch- oder heruntergeladen hast. Jemand anderer, zum Beispiel dein Besuch oder dein Mitbewohner, könnte deinen Internetzugang genutzt und die Urheberrechtsverletzung begangen haben. Womöglich wurde dein Zugang sogar gehackt! Deshalb solltest du das Schreiben in jedem Fall gründlich prüfen!

Hast du eine Abmahnung erhalten, solltest du Folgendes tun:

1. Prüfe als Erstes, ob die Kanzlei, die dich angeschrieben hat, existiert: Zum Beispiel über das Deutsche Anwaltsregister. Oder rufe den Absender direkt an!

2. Vergewissere dich, dass die Abmahnung echt Das kannst du an ihrem Inhalt erkennen.


Das sollte eine Abmahnung enthalten:

- Betroffene Personen, die dir die Urheberrechtsverletzung vorwerfen, sind vollständig genannt.

- Der Grund für die Abmahnung ist ausführlich beschrieben, sodass du den Vorwurf gut nachvollziehen kannst.

- Es liegt ein Schreiben bei, das dich dazu auffordert, die rechtsverletzende Handlung (wie das illegale Herunterladen von Filmen oder Games) zu unterlassen – daher auch der Name Unterlassungserklärung. Diese solltest du jedoch nicht einfach unterschreiben. Lass dich vorher von einem Anwalt beraten!

  1. Überprüfe, wer für die Handlung wirklich verantwortlich ist: Warst du das selbst? War es eine andere Person, die sich über deine IP-Adresse eingeloggt hat?

  2. Lass die Höhe der angesetzten Anwaltskosten und des Schadenersatzes von einem Rechtsberater prüfen. Diese hast du zwar zu tragen. Doch oft verlangen Kanzleien einfach zu viel.

  3. Checke ab, ob die Frist angemessen ist: In der Regel hast du sieben Tage Zeit, um zu reagieren und die Abmahnung zu prüfen.

  4. Beachte unbedingt die vorgegebenen Fristen oder beantrage im Notfall bei dem Anwalt des Betroffenen eine Fristverlängerung.

Du hast eine Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung erhalten? Oder du brauchst schnell Unterstützung in einem anderen Rechtsfall? Wir beraten dich innerhalb von 24 Stunden.

Lass deinen Fall von unseren Rechtsexperten individuell prüfen.

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Daran erkennst du eine falsche Abmahnung 

 Eine gefakte Abmahnung ist oft recht einfach zu erkennen – zum Beispiel an einer unseriösen E-Mail-Adresse, die aus langen Zahlenreihen oder sinnlosen Buchstabenfolgen besteht. Ist das Schreiben voll von Rechtschreibfehlern, könnte es zudem eine automatisch erstellte Google-Übersetzung sein. Auch eine fehlerhafte Adresse, fehlende persönliche Daten von dir oder zu kurze Fristen von weniger als sieben Tage sind ein Zeichen dafür, dass die Abmahnung gefälscht ist. Und wenn die Kanzlei Kryptowährung wie Bitcoins verlangt und du auch noch ins Ausland überweisen sollst, spricht es eindeutig dafür, dass die Vorwürfe dir gegenüber nicht rechtens sind.

So vermeidest du Ärger mit dem Urheberrecht 

Du möchtest sicher sein, wenn du etwas postest, teilst, herunter- oder hochlädst? Leider ist das nicht so einfach. Denn auch ein versehentlicher Klick kann zu einer Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung führen. Daher ist es wichtig, dass du vorsichtig bist. Unser Tipp: Surfe nur auf seriösen Webseiten und lade Dateien nur aus sicheren Quellen herunter. Dann bist du auf der sicheren Seite. Das grüne Schloss-Symbol in der Browserzeile vor der URL ist übrigens ein gutes Zeichen: So eine Seite gilt als vertrauenswürdig.

Unseriöse Webseiten erkennen

Wenn diese Warnsignale auf eine Seite zutreffen, solltest du lieber deine Daten nicht eingeben:

  • Fehlendes oder unvollständiges Impressum: Name und Anschrift sind Pflicht.
  • Kontaktmöglichkeiten fehlen: Du findest keine E-Mail und keine Telefonnummer oder die angegebene Adresse existiert nicht.
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) sind nicht vorhanden oder so versteckt, dass du sie nicht findest.
  • Kein Widerruf möglich, so dass du zum Beispiel von dem online abgeschlossenen Vertrag nicht zurücktreten kannst.
  • Die Website ist voll mit Werbung und Rabatt-Aktionen. Die Texte klingen so wie in einem Anzeigenblatt.

All diese Hinweise klingen sehr nach einer unseriösen Website. Schau dich besser nach einer Alternative um.

 Gib einer Urheberrechtsverletzung keine Chance! 

 Grundsätzlich solltest du im Netz keine Dateien hochladen, die nicht du selbst kreiert hast. Viel sicherer surfst du, wenn du deinen PC, dein Laptop und dein Smartphone mit komplexen Passwörtern und Virenprogrammen schützt. Wenn du in öffentlichen Hot Spots surfst, achte darauf, dass du die WPA2-Verschlüsselung nutzt.



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