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Erfolgreiche Übergabe: So regelst du deine Unternehmensnachfolge

 


Artikel UntNachfolge

Du hast eine Firma, die bestens läuft, möchtest dich aber in Zukunft daraus zurückziehen? Dann wird es Zeit, deine Unternehmensnachfolge zu regeln.


Fest steht: Du befindest dich in bester Gesellschaft. Deutschland erwartet in den kommenden Jahren einen Generationswechsel. Laut einer Studie der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) will über eine halbe Million Firmenchefs kleinerer und mittlerer Unternehmen bis zum Jahr 2022 aus ihrem Betrieb ausscheiden. Nur jeder dritte hat seine Nachfolge bereits geregelt. 

Einen passenden Nachfolger für das eigene Unternehmen zu finden, ist ein äußerst komplexer Vorgang. Nicht selten dauert er mehrere Jahre: drei bis zehn – schätzt die KfW.


Komplexe Vorgänge erfordern Expertise

Aber was genau erfordert derart viel Zeit? Vor allem gilt es natürlich, den geeigneten Nachfolger zu finden. Und sich mit diesem dann einig zu werden. Denn wer deine Firma weiterführt, braucht nicht nur fachliches und unternehmerisches Know-how, sondern natürlich auch das nötige Kleingeld.

Nebenbei musst du zahlreiche juristische, steuerliche und wirtschaftliche Aspekte prüfen und entscheiden. Wir empfehlen dir daher, einen externen Berater hinzuziehen. Dieser bereitet mit dir die Firmenübergabe vor und begleitet dich während des gesamten Prozesses. Mehr noch: Er kann im Zweifel weitere Profis ins Boot holen. Gefragt sind:

  • Rechtsanwälte
  • Notare
  • Steuerberater
  • Wirtschaftsprüfer
  • Unternehmensberater
  • Firmenkundenbetreuer der Bank

Du suchst Hilfe bei der Übergabe deines Unternehmens? Oder du brauchst schnelle Unterstützung bei Verträgen? Wir beraten dich innerhalb von 24 Stunden – auch in allen anderen Rechtsfragen.

Lass deinen Fall von unseren Rechtsexperten individuell prüfen.

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Unternehmensnachfolge frühzeitig planen

Je früher du deine Nachfolge regelst, desto besser für alle Beteiligten. Für dich, aber auch für dein Unternehmen und dessen Mitarbeiter. Denn wenn du gut und rechtzeitig planst, kannst du häufige Übergabefehler vermeiden, zum Beispiel:

  • Finanzierungsfehler
  • steuerliche Fehlentscheidungen
  • eine falsche Beurteilung von rechtlichen Fragen
  • das Unterschätzen der psychologischen Komponente

 

Bist du gut vorbereitet, vermeidest du den Verlust von Arbeitsplätzen und Vermögen. Und verhinderst, dass das Nachfolgeprojekt möglicherweise scheitert.  

 


Die drei Szenarien einer Unternehmensnachfolge
  • Die ungeplante Unternehmensnachfolge ist meist das Ergebnis von Streitigkeiten innerhalb der Familie, zwischen Inhabern oder zwischen Ehepartnern.
  • Ist der Firmeninhaber krank, hatte einen Unfall oder stirbt, kommt es zur unerwarteten Unternehmensnachfolge. Sie muss, den Umständen geschuldet, sehr kurzfristig über die Bühne gehen.
  • Im Fall einer geplanten Unternehmensnachfolge ist ein Unternehmertestament sinnvoll.

Schritt für Schritt zur reibungslosen Firmenübergabe

Den Nachfolger auswählen

Den richtigen Nachfolger zu finden, ist eine große, wenn nicht die größte Herausforderung. Wer ist der Richtige? Familienmitglieder? Mitarbeiter? Leitende Angestellte? Führungskräfte? Gesellschafter? Oder sucht man gleich extern? Keine Frage – die  Entscheidung ist schwer pauschal zu beantworten.

Der Vorteil bei Familienmitgliedern und Mitarbeitern liegt vor allem darin, dass sie die Firma bereits kennen. Trotzdem solltest du ganz sachlich prüfen, ob dein Kandidat wirklich zur Rolle passt: Hat er Interesse am Betrieb? Wie ist es um seine fachliche oder kaufmännische Expertise bestellt? Über welche Führungserfahrungen verfügt er? Ist er sozialkompetent? Und vor allem: Stimmt die Chemie? Denn bei einer Übernahme stehen umfassende Vertragsverhandlungen an.

Die Verträge im Blick

Verträge, die im Rahmen einer Unternehmensnachfolge nötig werden, sind hochkomplexe Werke und juristisch sehr vielschichtig. Daher unser Rat: Beauftrage dafür einen Anwalt oder lass dich zumindest anwaltlich beraten.

 


Verträge bei Firmenübergabe
  • Unternehmenskaufvertrag: regelt beispielsweise
    • den Verkauf von Wirtschaftsgütern,
    • die Höhe des Kaufpreises,
    • den Zeitpunkt des Übergangs,
    • eventuelle Wettbewerbsverbote des Verkäufers und
    • die Verjährung von Ansprüchen.
  • Gesellschaftsvertrag: Eine Kapitalgesellschaft, etwa eine GmbH, wird ohne Änderungen fortgeführt. Es werden lediglich Gesellschaftsanteile erworben. Der Verkauf muss daher notariell beurkundet werden.
  • Bestehende Mietverträge: geprüft werden
    • der Mietpreis,
    • die Laufzeit und
    • ob Mieterhöhungen festgelegt wurden.
  • Arbeitsverträge: Grundsätzlich gehen bestehende Arbeitsverträge laut § 613 a Abs. 1 BGB automatisch auf den Unternehmenskäufer über. Sie können aber angepasst werden, vorausgesetzt die Mitarbeiter stimmen zu.

Den Nachfolger vorbereiten und einarbeiten

Neben den Verträgen ist eine gründliche Vorbereitung für deine Unternehmensnachfolge unersetzlich. Ein guter Onboarding-Prozess mit folgenden Informationen gehört unbedingt dazu:

  • Standort und Standortentwicklung
  • Kunden, Kundenstamm, Art der Kunden und Zahlungsverhalten der Kunden
  • Mitarbeiter
  • Infos über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens wie Kosten und Erträge
  • Wettbewerb

Das Unternehmen bewerten

Ein weiterer zentraler Aspekt für alle Beteiligten ist der Wert des Unternehmens. Er spielt eine wichtige Rolle sowohl beim Angebot als auch bei der Übergabe. Den Unternehmenswert ermitteln Profis mit unterschiedlichen Verfahren.


Eine klare Übergangszeit festlegen

Lege eine bestimmte Zeit für den Übergang fest. Diese Übergangszeit sollte klar kommuniziert und allen im Unternehmen bekannt sein. Du verhinderst so, dass sich möglicherweise die Kulturen vermischen und es zu Reibungen kommt.

Unser Tipp: Um den Prozess der Unternehmensübergabe zu erleichtern, empfehlen wir eine Testphase. Dafür kannst du beispielsweise Urlaub nehmen. Ein solcher Probelauf kann vieles zeigen: Etwa, wo dein Nachfolger noch Hilfe braucht oder an welcher Stelle ein Coaching sinnvoll wäre.


Wer gut plant, kann entspannt loslassen

Bei einer Unternehmensnachfolge geht es immer darum, den gut laufenden Betrieb aufrecht und die Firma am Markt zu halten sowie Arbeitsplätze zu sichern. Dein Nachfolger sollte wirtschaftlich in eine stabile Zukunft schauen und der Alteigentümer mit gutem Gewissen sein Unternehmen in die neuen Hände legen. Für all das gibt es weder ein Patentrezept noch pauschale Lösungen. Wenn du beim Führungswechsel jedoch Grundsätzliches beachtest, den Übergabeprozess sorgfältig vorbereitest und dir Experten zur Seite stehen, bist du bei der Unternehmensnachfolge auf der sicheren Seite.



Du befindest dich vor oder mitten in einer Unternehmensübergabe? Lass dich von einem Anwalt telefonisch beraten.

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