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Steuer leicht gemacht

Nachzahlung vermeiden: Das kannst du von der Steuer absetzen

Artikel Steuertipps Gehirn Glühbirne

Von deinen Freunden oder Verwandten hast du schon mal von einer Steuer-Nachzahlung gehört. Oder du hattest sogar selbst eine? Wenn du diese Dinge von der Steuer absetzt, sparst du leicht Geld und hast deine Finanzen im Griff.


Wenn du deine Steuererklärung selbst machst, musst du ein paar wichtige Steuererklärung-Tipps kennen. Aber was kannst du alles von der Steuer absetzen, um der möglichen Nachzahlung zu entkommen?


Wieso kommt es zur Nachzahlung?
  • Du hast vergessen, wichtige Kosten anzusetzen – wie Sonderausgaben, Werbungskosten oder außergewöhnliche Belastungen.
  • Nicht alle Ausgaben wurden anerkannt, da sie gesetzlich nicht berücksichtigt werden müssen.
  • Du hast keine Nachweise eingereicht.

Nachweise einreichen

Damit das Finanzamt bestimmte Ausgaben anerkennt, musst du diese mit Belegen nachweisen. Das betrifft folgende Posten:

  • Altersvorsorge
  • Unterhalt (zum Beispiel Kindesunterhalt oder Trennungsunterhalt)
  • Spenden
  • Studienbescheinigung
  • vermögenswirksame Leistungen
  • Kapitalertragssteuer
  • Zinsabschläge
  • außergewöhnliche Belastungen
  • Behinderung

Du weißt nicht genau, welche Unterlagen du für deine Steuererklärung brauchst und was du von der Steuer absetzen kannst? Wir beraten dich und beantworten deine Fragen innerhalb von 24 Stunden – auch in allen Rechtsfällen!

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Private Krankenversicherung im Voraus zahlen

Wenn du privat krankenversichert bist, sparst du Steuern, wenn du deine Beiträge im Voraus zahlst. Bei manchen Krankenkassen geht das sogar für bis zu 2,5 Jahre vorab. Die Beiträge setzt du als Sonderausgaben in voller Höhe für ein einziges Jahr ab – und reduzierst so deine Steuern.


Ausbildung und Studium von der Steuer richtig absetzen

Zwar kannst du deine Ausbildung, Fortbildung und dein Studium von der Steuer absetzen. Doch hier wird zwischen der Erst- und Zweitausbildung unterschieden. Deine Kosten für die Erstausbildung kannst du nur als Sonderausgaben geltend machen. Bist du in der Zweitausbildung, musst du sie als Werbungskosten angeben.


Sonderausgaben beachten

Hast du im vergangenen Jahr viele Unfall-, Krankheits- (auch für kostspielige Kiefer- oder Augenarzt-OPs) oder Scheidungskosten gehabt? Vielleicht musstest du für deine Eltern Unterhalt oder einen Sterbefall zahlen? Dann vergiss nicht, diese als außergewöhnliche Belastungen in deiner Steuererklärung anzugeben. Denn vieles davon bekommst du erstattet.


Weitere Sonderausgaben

Beiträge für die Altersvorsorge (private und gesetzliche Rentenversicherungen), zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie andere ausgewählte Versicherungen (Haftpflichtversicherung, Hundehaftpflichtversicherung, Unfallversicherung), Spenden, Unterhaltszahlungen an den Ex-Partner, Kirchensteuer, Schulgeld und Kinderbetreuungskosten sind ebenfalls als Sonderausgaben in deiner Steuererklärung absetzbar.

Dienstleistungen wie Umzug und Handwerkskosten absetzen

Die sogenannten haushaltsnahen Dienstleistungen sind zum Beispiel Umzugskosten, Wohnungsreinigung, Gartenarbeit, Pflegedienst oder auch Handwerksarbeiten. Hast du diese in Auftrag gegeben, sind 20 Prozent deiner Ausgaben – maximal 4.000 Euro pro Jahr – steuerlich absetzbar.

Unter Handwerkerleistungen fallen Arbeiten wie:

  • Malern,
  • Maurern,
  • Tapezieren sowie
  • Renovierungs- und
  • Modernisierungsarbeiten.        

Diese Dienstleistungen kannst du ebenfalls zu 20 Prozent absetzten – bei maximal 1.200 Euro pro Jahr.

Beachte dabei: Materialkosten betrifft diese Regelung nicht. Du kannst also nur Arbeits-, Fahrt- und Maschinenkosten bei deiner Steuererklärung angeben.


Werbungskosten nicht vergessen

Du kannst pauschal 1.000 Euro als Werbungskosten ansetzten. Darunter fallen zum Beispiel Arbeitsmittel wie Berufskleidung, Software oder Werkzeuge (auch PC und Laptop), die du überwiegend beruflich nutzt. Wenn du auch dein Handy für deinen Job brauchst, sind 20 Prozent des Kaufpreises steuerlich absetzbar.

Zu Werbungskosten gehören auch:

  • Büroeinrichtung für dein Arbeitszimmer zu Hause
  • Fahrtkosten zur Arbeit
  • Fortbildungskosten (darunter selbst bezahlte Seminare und Fachliteratur)
  • Beiträge an den Berufsverband
  • Bewerbungskosten
  • Ausgaben für die Rechtsschutzversicherung

Du kannst auch mehr als 1.000 Euro absetzen. Dafür brauchst du dann jedoch Nachweise für deine Ausgaben. Sind diese vorhanden, gibt es keine Obergrenze.


Doppelten Haushalt von der Steuer absetzen

Wenn du aus beruflichen Gründen zwei Haushalte führen musst – egal ob in unterschiedlichen Vierteln, Städten oder Ländern – kannst du viele Kosten für die Zweitwohnung von den Steuern absetzen. Das sind unter anderem: Miet- und Nebenkosten, Zweitwohnungssteuer, Möbel, Einrichtungsgegenstände, Rundfunkgebühr sowie Fahrten zwischen Erst- und Zweitwohnung.


Voraussetzungen für die doppelte Haushaltsführung
  • Berufliche Gründe: Du sollst an einem anderen Standort arbeiten oder deine Firma zieht um.
  • Dabei ist deine Erstwohnung dein Lebensmittelpunkt, weil dort deine Familie und Freunde sind.
  • Finanzielle Beteiligung am eigenen Haushalt beim Erstwohnsitz: Unter dem eigenen Haushalt versteht der Gesetzgeber laut § 9 Abs. 1 S. 3 Nr. 5 EStG eine Wohnung, die du als Mieter oder Eigentümer nutzt und dich finanziell an den laufenden Kosten (zum Beispiel als Ehegatte, Mitbewohner oder Lebenspartner) beteiligst.
  • Dein Arbeitsort ist mindestens 30 Minuten schneller von der Zweitwohnung entfernt.

Nachzahlung vermeiden: Mit den richtigen Steuererklärung-Tipps

Um deine Ausgaben, die du später von der Steuer absetzen kannst, im Blick zu behalten, solltest du sorgfältig alle Unterlagen wie Belege und Rechnungen sammeln und aufbewahren. Bevor du deine Steuererklärung machst, recherchiere zudem im Netz jedes Jahr, welche aktuellen Regelungen gelten. So sparst du Steuern und vermeidest unnötigen Ärger wegen Nachzahlungen.



Du hast weitere Fragen zu deiner Steuerklärung? Unsere Experten helfen dir gern weiter.

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