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Rauchen in der Wohnung: Das ist dein gutes Recht als Mieter

Rauchen In Der Wohnung 1

Beim Rauchen in der Wohnung prallen zwei Welten aufeinander: Während du zu Hause oder auf deinem Balkon genüsslich an deiner Zigarette ziehst, ärgert sich dein Nachbar über den Qualm. Aber was ist erlaubt? So vermeidest du Konflikte und bist rechtlich auf der sicheren Seite.


Ist Rauchen in der Mietwohnung erlaubt?

Du möchtest zu Hause rauchen? Kannst du. Denn es ist deine persönliche Freiheit, das zu tun. Wenn du dir auf dem Balkon oder der Terrasse eine Kippe anzündest, bist du in der Regel auf der sicheren Seite. Der Geruch bleibt draußen und du hältst dich an die Hausordnung und das Gesetz.

Grundsätzlich kannst du auch in deiner Wohnung rauchen. Denn das Qualmen in den eigenen vier Wänden gehört zum sogenannten vertragsgemäßen Gebrauch. Es gibt jedoch Ausnahmen.


Wann ist Rauchen in Mietwohnungen verboten?

Manchmal steht im Mietvertrag eine Klausel, dass Rauchen in der Wohnung nicht erlaubt ist. Dieses Rauchverbot ist allerdings rechtlich nicht bindend. Das bedeutet: Selbst wenn du diese Formulierung übersehen hast und den Mietvertrag so unterzeichnet hast, musst du dich nicht daran halten.

Anders ist es, wenn du mit dem Vermieter eine individuelle Vereinbarung triffst, die das Rauchen in der Wohnung beschränkt oder verbietet. Solche Rauchverbote sind in der Regel wirksam. Wenn du dagegen verstößt, kann dir der Vermieter sogar kündigen.

Grundsätzlich hat der Vermieter das Recht, dir das Rauchen in folgenden Räumen des Hauses zu verbieten:

  • Wohnung
  • Treppenhaus
  • Hausflur
  • Fahrstuhl
  • Waschküche
  • Keller
  • Speicher 
  • Tiefgarage

Wo das Rauchen untersagt ist, steht in der Hausordnung. Achte auf die entsprechenden Verbotsschilder.

Übrigens: Bei der Wohnungssuche musst du die Frage, ob du ein Raucher bist, nicht beantworten – diese finden Datenschützer nämlich unzulässig. Weil deine persönlichen Interessen und Gewohnheiten allein deine Sache ist! Fragt dich der Vermieter trotzdem, bist du nicht zur ehrlichen Antwort verpflichtet


E-Zigarette: Dampfen ist nicht rauchen

Wer eine E-Zigarette dampft, für den gilt: Die Regeln für Raucher sind nicht auf Dampfer übertragbar.

Das Thema ist jedoch noch so jung, dass es bisher noch keine gerichtlichen Entscheidungen zu

E-Zigaretten gibt.

Du hast mit deinen Nachbarn Streit, weil es sie stört, dass du rauchst? Oder du brauchst schnelle Unterstützung in einem anderen Rechtsfall? Wir beraten dich innerhalb von 24 Stunden.


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Rauchen in den eigenen vier Wänden: Wann ist es zu viel?

Du darfst in deiner Wohnung rauchen – so viel ist nun klar. Aber was ist, wenn es doch jemanden in deinem Haus stört? Hier gilt das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme. Das bedeutet: Deine persönliche Freiheit zu rauchen trifft auf das Recht der Nichtraucher und Mitmieter auf unversehrte physische und psychische Gesundheit. Wenn dein Nachbar zum Beispiel Asthmatiker oder Allergiker ist, kann das Passivrauchen seine Krankheit verschlimmern. Hier musst du in jedem Fall Rücksicht nehmen.

 

Wenn du häufig qualmst und der Rauch in den Flur oder die Nachbarwohnung zieht, kann es deinem Nachbarn durchaus zu viel werden. Wenn er sich beschwert, solltest du das Rauchen beschränken, um Streit zu vermeiden. Oft helfen bereits kleinere Maßnahmen – wie das häufige Lüften der Wohnung. Ist das nicht genug und spitzt sich der Konflikt zu, kannst du mit deiner Nachbarschaft zeitliche Regelungen vereinbaren.

 

Du hast keine Lust darauf, weniger zu rauchen oder mehr zu lüften? Dann droht dir im schlimmsten Fall eine sogenannte Unterlassung. Das heißt: Dein Vermieter fordert dich in einer Abmahnung auf, das Rauchen zu reduzieren, sodass es andere Mieter nicht mehr stört. Wenn du es ignorierst, ist eine fristlose Kündigung nicht ausgeschlossen. So hat das Amtsgericht Düsseldorf die Kündigung eines rauchenden Mieters als rechtmäßig bestätigt. Und zwar nicht, weil er zu viel geraucht hat – sondern weil er die Wohnung zu wenig gelüftet hat und der Zigarettenrauch dadurch in den Hausflur zog.


Raucherwohnung renovieren: Du ziehst aus – was nun?

Du hast in deiner Wohnung viel geraucht und möchtest nun ausziehen. Deine Wände sind leicht vergilbt – und der unangenehme Rauchgeruch lässt sich durch Streichen und Tapezieren nicht beseitigen. In deinem Mietvertrag steht jedoch, dass du zu Schönheitsreparaturen verpflichtet bist. Das kann teuer werden! Denn der Vermieter hat das Recht, Schadensersatz zu fordern.


Rauchen in der Wohnung und Rauchmelder: Kompatibel?

In Deutschland sind Hauseigentümer dazu verpflichtet, Rauchmelder zu installieren. Auch in deiner neuen Mietwohnung hast du bereits in jedem Zimmer einen weißen, runden Kasten an der Decke entdeckt. Kannst du unbesorgt rauchen – oder springt sofort der schrille Signalton an?

 

Deine Befürchtung ist gerechtfertigt: Rauchmelder und Rauchen in der Wohnung ist eine unglückliche Kombination. Rauchmelder lösen bei starkem Qualm einen Alarm aus. Wenn du nur besonders viel rauchst, ist es zwar ein Fehlalarm. Aber die Vorstellung, dass während deiner Party oder der gemütlichen Kumpel-Runde grelle Sirenen angehen, ist nicht die angenehmste, oder?

 

Diese Tipps machen dir das Rauchen in der Wohnung – trotz Rauchmelder – möglich:

 

  • Rauche nicht übermäßig. Denn deine kunstvoll herausgeblasene Wolke verfliegt, bis sie in die Nähe des Rauchmelders kommt.
  • Überlege dir einen festen Raucherplatz, der weit genug vom Rauchmelder weg ist. Am besten am Fenster, dann kannst du es zum Rauchen öffnen. Und der Qualm zieht gleich ab.  

Zu Hause rauchen: So vermeidest du Streit

Selbstverständlich darfst du rauchen, egal ob in der Wohnung, auf dem Balkon – oder auch direkt am Hauseingang. Trotzdem ist es sinnvoll, Rücksicht auf deine Nachbarn zu nehmen. Denn das erspart dir unnötigen Ärger mit deinen Haus-Mitbewohnern und dem Vermieter.

 



 

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