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Instagram-Datenschutz: Was Instagram über dich weiß

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Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – das trifft voll und ganz auf Instagram zu. Die Tochter von Facebook ist an jeglicher Info über dich interessiert. Warum? Weil die beliebte Social Media-Plattform damit Geld verdient. Hier erfährst du, was genau im Instagram-Datenschutz steht und welche Daten du offenlegst, wenn du ihn akzeptierst.


Hübsche Fotos vom Sushi-Essen mit Freunden, dem Sonnenuntergang am Strand oder Videos der letzten Partynacht: Auf Instagram wird fleißig gepostet. Und du machst mit – und berichtest in deiner Insta-Story ausführlich über Privates. Genau wie über eine Milliarde andere weltweit und 15 Millionen Nutzer in Deutschland. Instagram gehört zum Facebook-Konzern und ist ebenso beliebt, wie seine Muttergesellschaft. Und genau wie diese sammelt das Portal im Hintergrund Daten. Aber hast du dich jemals gefragt, was genau mit ihnen passiert? Und was regelt eigentlich der Instagram-Datenschutz?

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Was weiß Instagram über mich?

Instagram ist kostenlos. Und lebt von deinen Daten, die es vermarktet. Stimmst du dem Instagram-Datenschutz zu, erlaubst du der Social Media-Plattform, zahlreiche Informationen über dich zu sammeln. Die Folge: Du bekommst personalisierte Werbung angezeigt, was ja per se nichts Negatives ist. Allerdings willigst du auch der Weitergabe deiner Daten an Dritte ein. Das sind Werbepartner und andere Services des Facebook-Konzerns.

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Instagram-Datenschutz: Diese Infos gibst du frei

Gemäß dem Instagram-Datenschutz greift das Unternehmen auf folgende Informationen zu:

 

  • Personen und Seiten, denen du folgst und die dir folgen;
  • Hashtags, die du verwendest und denen du folgst;
  • Gruppen, mit denen du verbunden bist;
  • dein Nutzungsverhalten wie Likes, Kommentare – und was du dir wie lange anschaust;
  • Metadaten von Fotos (Standort und Zeitpunkt der Aufnahme);
  • Eckdaten des Smartphones, das du benutzt;
  • alles über dein Betriebssystem: die verbaute Hardware, Signalstärke, Geräte-IDs, eingeschaltetes Bluetooth, WLAN-Zugangspunkte, Mobilfunkanbieter, Cookies, GPS-Standort;
  • gesicherte Fotos und Beiträge;
  • vorgenommene Einstellungen;

 

Achtung: Instagram wertet auch das aus, was du dir über die Kamera-Funktion der App ansiehst – das heißt, du musst nicht einmal ein Foto schießen!

Alles in allem weiß Instagram eine ganze Menge über dich! Einen genaueren Einblick bekommst du in der Instagram-Datenschutzrichtlinie. Sie ist recht einfach verfasst und informiert dich darüber, was mit deinen Daten geschieht.

 

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Instagram-Datenschutz: Kann ich die Datennutzung verhindern?

Leider nein du kannst sie lediglich etwas einschränken. Es sei denn, du löschst deinen Instagram-Account. Und das heißt wirklich löschen, denn wenn du dein Profil nur deaktivierst, bleiben deine Daten bei Instagram erhalten.

Du möchtest dir ansehen, welche deiner Daten Instagram genau verwendet? So geht’s:

  • Rufe in der App die Seite Privatsphäre und Sicherheit auf.
  • Gehe zum Punkt Kontoinformationen – hier siehst du deine Interessen für Werbung.
  • Wechsle zu den Einstellungen von Autorisierte Apps: Hier findest du weitere Unternehmen, die über Instagram auf deine Angaben zugreifen – dem hast du im Instagram-Datenschutz zugestimmt. Du kannst dies aber auch widerrufen.

Wenn du den Überblick über alle Daten erhalten willst, fordere über die Insta-App dein gesammeltes Datenarchiv an:

  1. In den Einstellungen findest du die Option Daten herunterladen.
  2. Klicke diese an und
  3. erhalte per E-Mail einen Link zu einer Datei, die alle deine Fotos, Kommentare und Profilinformationen enthält (das kann bis zu 48 Stunden dauern).

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Tauschen Instagram, WhatsApp und Facebook meine Daten aus?

Ja. Akzeptierst du den Instagram-Datenschutz, stimmst du zu, dass deine Daten an Facebook-Unternehmen und -Produkte weitergegeben werden. Dazu gehören zum Beispiel WhatsApp und der Facebook Messenger. In den Einstellungen für Werbeanzeigen bei Facebook kannst du zwar der Übermittlung deiner Daten an Instagram widersprechen. Umgekehrt geht das jedoch nicht! Zudem kann Instagram auf Informationen aus anderen Apps – die beispielsweise auf Facebook-Business-Tools, sozialen Plugins oder dem Facebook-Pixel aufbauen – zugreifen.

Du siehst, es hängt vieles zusammen. Nutzt du die beiden Social Media-Plattformen Instagram und Facebook und hast bei Facebook die Gesichtserkennung-Technologie aktiviert, kann diese auch via Kamera-Funktion bei Instagram verwendet werden.


Instagram-Datenschutz schützt nicht vor Datennutzung

Ähnlich wie bei Facebook hast du in Sachen Instagram-Datenschutz kaum Kontrolle darüber, was mit deinen Daten passiert. Wenn du es nicht akzeptieren willst, musst du deinen Instagram-Account löschen. Ansonsten kommst du nicht drum herum, dass Instagram, Facebook und WhatsApp sehr viel über dich wissen – und dies auch zu deren Marketingzwecken nutzen. Die Datenverarbeitung kannst du nur sehr gering einschränken. Zudem wird der Instagram-Datenschutz oft überarbeitet. Deshalb musst du ihn dir regelmäßig anschauen, wenn du immer up to date sein willst.



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