telefonische Rechtsberatung
Zurück

Steuer leicht gemacht

Steuererklärung: Alles, was du wissen musst

Artikel Steuer Allgemein Registerkarte

Gerade noch entspannt den Start ins neue Jahr gefeiert, da steht sie schon vor der Tür: die Steuererklärung. Nur lästiger Bürokram? Im Gegenteil: Welche verschiedenen Steuerklassen es gibt, was für Vorteile diese jeweils mit sich bringen – und wie du alles richtig machst, um Steuern zu sparen.


Steuererklärung: Was du darüber wissen solltest

Eine Steuererklärung ist keine Pflicht – es sei denn, du arbeitest freiberuflich oder bist selbstständig. Dann bist du dazu gesetzlich verpflichtet, eine abzugeben. Außerdem kann es vorkommen, dass das Finanzamt eine persönliche Aufforderung verschickt. In diesem Fall musst du natürlich eine Steuererklärung machen. Hast du es einmal gemacht, verpflichtet dich das nicht, im folgenden Jahr wieder eine abzugeben.

Lohnt sich die Steuererklärung?

Diese Frage ist fast ausnahmslos mit Ja zu beantworten! Satte 1.007 Euro – so hoch ist laut Statistischem Bundesamt die durchschnittlich ausgezahlte Steuererstattung in Deutschland. Die Abgabefrist für Steuererklärungen ist der 31. Juli des Folgejahres.


Du bist dir nicht sicher, ob sich eine Steuererklärung für dich lohnt? Wir beraten dich innerhalb von 24 Stunden – auch in einem Rechtsfall!

Lass deinen Fall von unseren Rechtsexperten individuell prüfen.

Recht bekommen kann schnell teuer werden – wir wollen das ändern!

Steuererklärung abgegeben: Was passiert danach?

Hast du deine Steuererklärung eingereicht, dauert es in der Regel drei bis acht Wochen, bis du den Steuerbescheid, auch Einkommensbescheid genannt, erhältst. Dieser informiert dich darüber, ob dir Steuern erstattet werden oder du eventuell nachzahlen musst.


Lohnsteuer und Einkommensteuer: Die Fakten im Überblick

Für viele ist die Steuererklärung eine jährlich wiederkehrende, unliebsame Aufgabe. Doch ob du sie noch nie oder schon mehrmals gemacht hast – es gibt so einiges, was nur die wenigsten wissen. Hier sind schon mal die hard facts in der Übersicht:

  • In der Steuererklärung sieht das Finanzamt, wieviel du im Jahr verdient hast.
  • Wenn du angestellt bist, zahlst du Lohnsteuer. Damit leistest du eine monatliche Vorauszahlung an das Finanzamt.
  • Auf der Steuererklärung steht natürlich auch die Lohnsteuer. Auf Basis dieser Daten ermittelt das Finanzamt dann die Einkommensteuer – sozusagen deine tatsächliche Steuer.
  • Hast du über das Jahr hinweg zu viel gezahlt – was häufig der Fall ist – erhältst du Geld zurück. Das ist die sogenannte Steuerrückzahlung. Aber du bekommst sie natürlich nur, wenn du deine Steuererklärung abgibst.
  • Steuerliche Absetzungen sind Leistungen und Ausgaben, bei denen du in Vorkasse gegangen bist und die dir der Staat rückwirkend erstattet. Vor allem hier helfen dir nützliche, wenig bekannte Steuererklärung-Tipps, Geld zurückzubekommen.
  • Wenn das Finanzamt alles ausgerechnet hat, erhältst du einen Steuerbescheid. Darin siehst du, ob du eine Rück- oder Nachzahlung erhältst.
  • Wenn du mit dem Steuerbescheid nicht einverstanden bist, hast du hast einen Monat Zeit, um Widerspruch einzulegen.

Wieviel Lohnsteuern du letztendlich an den Staat zahlen musst, hängt von deiner Steuerklasse ab.


Diese Steuerklassen gibt es

Damit du Bescheid weißt, welche Steuerklasse was bedeutet, haben wir dir hier eine Übersicht zusammengestellt:

  • Steuerklasse 1

In dieser Steuerklasse sind unverheiratete Arbeitnehmer, deren monatliches Einkommen höher als 450 Euro ist. Auch verwitwete und getrenntlebende Partner sind in der Steuerklasse 1. Hier gibt es die wenigsten Freibeträge. (Erklärung: Ein Freibetrag ist ein fester Betrag. Wenn du weniger verdienst, musst du keine Steuern zahlen). Im Jahr 2020 liegt der Jahresfreibetrag in der Steuerklasse 1 beispielsweise bei 9.408 Euro. Alleinerziehende können entlastet werden – durch die sogenannten Kinderfreibeträge.

  • Steuerklasse 2

Sehr ähnlich zur Steuerklasse 1, nur die grundsätzlich zu zahlenden Steuern sind geringer. Diese Steuerklasse ist nur für Alleinerziehende, die mit dem Kind in einem gemeinsamen Haushalt leben und berechtigt sind, einen Entlastungsantrag zu stellen.

  • Steuerklasse 3

Kann nur von einer verheirateten Person gewählt werden, die mindestens 450 Euro verdient. Voraussetzung ist auch, dass der Partner im Gegenzug die Steuerklasse 5 annimmt. Bei der Steuerklasse 3 zahlst du die niedrigsten Steuersätze, hast den doppelten Grundfreibetrag und sämtliche Freibeträge beider Ehepartner. Sie ist daher für den besserverdienenden Partner sinnvoll. Die Kombination von Steuerklasse 3 und 5 kann die Steuerlast minimieren und das Nettoeinkommen maximieren.

  • Steuerklasse 4

Das alternative Modell zur Steuerklassenkombination aus 3 und 5 ist nur möglich, wenn beide Ehepartner mehr als 450 Euro verdienen. Beide haben die Steuerklasse 4. Von Vorteil ist bei diesem Modell, dass das Risiko, Nachzahlungen leisten zu müssen, geringer ausfällt.

  • Steuerklasse 5

Nur in Kombination mit Steuerklasse 3 möglich. Grundsätzlich ist das die ungünstigste Steuerklasse, daher für den Geringverdiener des Ehepaars empfehlenswert.

  • Steuerklasse 6

Diese Steuerklasse bekommst du, wenn du mehr als einen Job hast. Der erste Job erhält dabei eine der vorigen fünf Steuerklassen, der zweite und jeder darauffolgende die Steuerklasse 6. Hier gibt es keine Freibeträge und die Steuerlast greift schon ab dem ersten Euro. Du entscheidest selbst, welcher Job welcher Steuerklasse zugeordnet wird. Unser Tipp: Steuerklasse 6 für den Job mit dem niedrigsten Einkommen wählen.


Steuervorteile bei Heirat

Während Singles ohne Kinder in der Steuerklasse 1 sind, erhalten du und deine Partnerin oder dein Partner nach der Eheschließung automatisch die Steuerklasse 4. Diese hat im Vergleich zur Steuerklasse 1 den Vorteil, dass die Steuerbelastung gerechter verteilt wird – mithilfe des sogenannten Faktorverfahrens. Hierbei zahlt der jeweilige Ehepartner nur so viele Steuern, wie sein Einkommen prozentual zum Gesamteinkommen des Ehepaars beiträgt. Mit diesem Steuermodell für Verheiratete werden vor allem auch Nachzahlungen vermieden.

Alternativ bietet sich verheirateten Arbeitnehmern der Wechsel in die Steuerklasse 3 und 5 an. Diese ist nur in Kombination möglich. Der besserverdienende Partner sollte dabei die Steuerklasse 3 annehmen, da diese niedrige Steuersätze und hohe Freibeträge bietet. Der andere Partner muss dann in die Steuerklasse 5 wechseln.

 

Hilfreich: Bislang konntest du einmal im Jahr als Ehepartner deine Steuerklasse ändern. Eine neue Gesetzesänderung in 2020 ermöglicht Ehepartnern künftig ihre Steuerklasse unbeschränkt häufig zu ändern. Dies gibt dir die Möglichkeit flexibler zu sein, da sich die Wahl einer günstigeren Steuerklasse während eines laufenden Jahres verändern kann.

 Im folgenden Download findest du ein solches Formular.

 


 

Die Steuererklärung: lästig, aber sinnvoll

Eine Steuererklärung hört sich erst einmal nach einer blöden Aufgabe an. Aber es lohnt sich fast immer! Viele deiner Ausgaben kannst du übrigens absetzen. Dadurch zahlst du weniger Steuern. Was genau du alles absetzen kannst, erfährst du in unseren Tipps zu steuerlichen Absetzungen.

Die Unterschiede in den Steuerklassen sind für dich vor allem dann wichtig, wenn du verheiratet bist oder vorhast zu heiraten. Dann musst du dir überlegen, welche der zwei Steuerklassenkombinationen (4+4 oder 3+5) für dich und deine Partnerin oder deinen Partner am sinnvollsten sind.

 



Und selbstverständlich gilt: Solltest du Unterstützung bei deiner Steuererklärung brauchen, helfen wir dir gerne weiter.

Telefonische Rechtsberatung

  • Professionelle Analyse der Sach- und Rechtslage in deinem Fall
  • Fundierte Beratung zu deinen Rechtsfragen im vorliegenden Fall
  • Professionelle Einschätzung deiner Erfolgschancen durch einen Rechtsanwalt
  • Beratung über das weitere Vorgehen
34,90 EUR*

€ 226,10 für einen Rechtsanwalt vor Ort

* Vergütungsvereinbarung mit deinem Experten.

Bist du bereits rechtsschutzversichert?


 

Das könnte dich auch interessieren…

© jurpartner 2020