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Baumängel: Das sind die häufigsten Fehler

Artikel Baumängel

Du bist dabei, deinen Traum vom eigenen Haus zu verwirklichen? Egal, ob Neubau oder Umbau – damit es kein böses Erwachen gibt, solltest du Baumängel fristgerecht reklamieren. Hier erfährst du, wo am meisten gepfuscht wird und was du dagegen unternehmen kannst.


Baumängel sind Fehler, die Handwerker beim Bauen machen – entweder wegen fehlendem Fachwissen oder, weil sie sich nicht an die getroffenen Abmachungen halten. Die Folge von einem Baumangel ist ein Bauschaden. Dieser entsteht, wenn der Mangel bei der Bauabnahme unentdeckt bleibt und du später hohe Reparaturkosten dafür zahlen musst. Zum Beispiel, weil der Bauunternehmer billiges Material für die Fassade benutzt hat und es anfängt, zu schimmeln. Die Kosten für Bauschäden haben sich innerhalb der vergangenen elf Jahre fast verdoppelt. Deshalb ist es wichtig, nicht erst beim Bauschaden zu reagieren – sondern die Baumängel frühzeitig aufzudecken und zu reklamieren.


Das kannst du gegen Baupfusch unternehmen

Erkundige dich im Vorfeld über die Baufirma, die du mit deinem Großprojekt Eigenheim beauftragst. Referenzen über vorherige Objekte verraten dir, ob der Bauträger solide arbeitet oder durch Baupfusch bereits negativ aufgefallen ist. Fehler sind menschlich und können passieren. Wichtig ist jedoch, wie die Firma damit umgeht: Faire Bauträger beseitigen die Mängel oder bieten einen Ausgleich an.

Stein auf Stein: Bis zur Bauabnahme auf der sicheren Seite

Baumängel lassen sich nicht verhindern, aber du kannst dein finanzielles Risiko deutlich minimieren, indem du dich gut absicherst. Das kannst du tun:

  1. Detaillierte schriftliche Vereinbarungen treffen: Halte im Vorfeld alle Leistungen vertraglich genau fest, die die Baufirma erbringen muss. Wie viele Fenster sollen die Handwerker wo einbauen? Wie groß müssen sie sein? Welches Material wird dafür verwendet?
  1. Kosten transparent auflisten: Erstelle eine detaillierte Übersicht, für welche Bauleistungen du wie viel zahlst – und wann. Ganz wichtig ist es, dass du erst dann zahlst, wenn die Firma einen exakt beschriebenen Bauabschnitt ohne Baumängel fertiggestellt hat. Das ermöglicht es dir, das Geld erst dann zu überweisen, wenn Baumängel behoben sind.
  1. Bautagebuch führen: Gemeinsam mit einem Experten dokumentierst du jeden einzelnen Bauschritt. Das erleichtert es dir später, Fehler nachzuweisen – notfalls auch vor Gericht.
  1. Baumängel richtig reklamieren: Entdeckst du Fehler während des Baus oder entsteht innerhalb der Gewährleistungsfrist von fünf Jahren ein Schaden, weil die Baufirma nicht ordentlich gearbeitet hat, setzt du eine Baumängelrüge Damit informierst du die Firma und forderst sie auf, die Mängel innerhalb einer bestimmten Frist zu beheben. Die Rüge muss schriftlich erfolgen, datiert sein und den Sachverhalt genau beschreiben.
  1. Bauabnahme prüfen: Lass dein neues Haus nochmal genau von einem Experten kontrollieren, bevor du das Bauabnahmeprotokoll mit deiner Unterschrift bestätigst. Denn mit der Bauabnahme gehen alle Risiken auf dich über und die Gewährleistungspflicht beginnt.

Du hast es mit Baumängeln zu tun und brauchst rechtliche Beratung? Wir helfen dir weiter – im Notfall auch innerhalb von 24 Stunden!

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Das sind die häufigsten Baumängel

60 Prozent der Fehler passieren beim Bauen. Wenn du Baumängel frühzeitig entdeckst, verhinderst du, dass dich weitere Schäden Jahre später viel Geld kosten. Vertraue dabei ruhig auf dein Bauchgefühl: Hast du auf der Baustelle den Eindruck, dass nicht ordentlich gearbeitet wird, sprich es an. An diesen Stellen kommt Baupfusch übrigens besonders häufig vor:

Risse am Putz, in den Mauern, im Holz oder im Estrich

Baustoffe wie Mörtel oder Putz sind komplex zusammengesetzt. Mischen oder verarbeiten die Handwerker die Materialien nicht exakt nach Vorgabe, entstehen Risse in den Wänden. Auch die Kombination mit anderen Werkstoffen kann zu Baumängeln führen.

Zu Rissen in Holzbauteilen kommt es, wenn zu feuchte Hölzer verbaut werden. Wenn sie trocknen, verringert sich ihr Volumen und sie reißen. Das sieht nicht nur hässlich aus, sondern macht unter Umständen auch die Balken weniger stabil.

Du gehst über den Boden deines neuen Eigenheims – und dabei knackt und knistert es? Dann ist vielleicht der Estrich schlecht verarbeitet. Entweder haben die Handwerker unterschiedliche Baustoffe falsch kombiniert oder zu wenig Platz für die Dehnungsfugen gelassen. Diese Fugen sind extra dafür da, dass sich Bauteile bei schwankenden Temperaturen ausdehnen können.

Undichte Fenster

Hohlräume unter den Fensterbänken oder unsauber abgedichtete Fenster – machen die Bauarbeiter diese Fehler, regnet es später rein. Die Folge: Wasserschäden und Schimmel.

Defekte Dampfsperre

Robuste Folien – die sogenannte Dampfsperre – schützen dahinterliegende Bauelemente wie Wärme- oder Schalldämmung. Sind die Folien undicht, zieht Feuchtigkeit in die Dämmmaterialien ein und beschädigt diese.

Fehlerhafte Treppen

Baupfusch an Treppen ist keine Seltenheit: Oft kann das Wasser an Kelleraußentreppen nicht richtig abfließen. Dadurch entstehen Pfützen und im Winter bildet sich Frost. Beides beschädigt langfristig das Material. Auch ausklappbare Dachbodentreppen werden häufig fehlerhaft eingebaut. Sie durchbrechen dabei zum Beispiel die Dampfsperre.

Unbelüfteter Spitzboden

Der ungenutzte Raum unter der Dachspitze heißt Spitzboden. Hier sammelt sich während der Bauarbeiten viel Feuchtigkeit, deshalb ist es wichtig, ihn anschließend gut zu belüften. Passiert das nicht, drohen Schäden durch Tauwasser und Schimmel.

Nasser Keller

Ist der Keller undicht, liegt das entweder an einer falschen Planung, schlechten Materialien oder unprofessionellen Bauarbeiten. Wasser im Keller gefährdet die gesamte Bausubstanz. Diesen Fehler nachzubessern, kostet dich schnell eine fünfstellige Summe.


So gelingt dein Hausbau optimal

Ein Haus neu- oder umzubauen ist immer ein Abenteuer. Unser Tipp: Ziehe einen Architekten oder unabhängigen Gutachter hinzu, der dich berät. Er unterstützt dich von Anfang an dabei, immer den Überblick zu behalten – egal, ob es um Baurecht  \[, Baumängel und ihre Fristen oder die Bauabnahme geht. Über die gesamte Bauphase kostet dich ein Sachverständiger circa 1,5 Prozent der Bausumme. Eine Investition, die sich lohnt, damit du dein Traumhaus nach Einzug auch in vollen Zügen genießen kannst.

 



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