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Freizeit

Karneval, Fasching oder die 5. Jahreszeit – Alles was du dazu wissen musst

Karneval Artikel

Am 11.11. um 11:11 Uhr beginnt jedes Jahr im Rheinland und um den Main herum die 5. Jahreszeit – hier heißt sie Karneval, woanders nennt man sie Fasching. Je nachdem wo du dich befindest und feierst. An uns, einem Kölner Startup, kommt der Karneval nicht unbemerkbar vorbei. Neben dem ganzen Spaß wie lauter Musik, ausgelassenem Umtrunk, stundenlangem Tanzen und Verteilen von Küssen, bringt die Karnevalszeit auch rechtliche Fragen mit sich. Das müsst ihr wissen, um rechtssicher zu feiern.

Rund ums Kostüm – auf der Arbeit oder beim Autofahren

Ob du dich als Krankenschwester, Pilot oder Hase verkleidest – deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Allgemein solltest du aber darauf achten, dass dein Kostüm kein öffentliches Ärgernis erregt und die öffentliche Sicherheit nicht gefährdet.

Ob du verkleidet zur Arbeit kommen darfst, hängt von deinem Vorgesetzten ab. In einigen Unternehmen gelten Kleidungsvorschriften, festgelegt sind diese entweder im Arbeitsvertrag oder in der Betriebsvereinbarung. An Karneval machen allerdings viele Firmen eine Ausnahme. Sprich zur Sicherheit mit deinem Chef, denn sonst riskierst du eine Abmahnung und bei Wiederholung sogar eine Kündigung.

Wenn du verkleidet mit dem Auto unterwegs bist, solltest du auch hier auf einige Punkte Acht geben. Große Kopfbedeckungen oder Masken, die dein Gesicht verdecken, sind grundsätzlich verboten. Solltest du dich nicht daran halten, droht ein Bußgeld von bis zu 40 Euro.


Haftungsfrage bei Umzügen oder beim Straßenkarneval

Karnevalsumzüge, wie der berühmte Rosenmontagszug, gehören zur Karnevalszeit dazu. Da wird Kamelle geworfen und Strüßje verteilt. Mittlerweile dürfen große Tafeln Schokolade und kleine Sektflaschen nur noch überreicht und nicht mehr geworfen werden. Allerdings besteht auch durch kleinere Süßigkeiten eine Verletzungsgefahr. Wer zu einem Karnevalszug geht, hat damit zu rechnen und hat demzufolge keinen Anspruch auf Schmerzensgeld, falls derjenige durch geworfene Kamelle verletzt wird.

So ähnlich sieht es auch beim Straßenkarneval aus. Wem eine Glasflasche zu Boden fällt, der hat auch Sorge zu tragen, die Scherben zu beseitigen. Wie wir alle wissen, wird die Sorgfaltspflicht an diesen Tagen nicht so ernst genommen. Solltest du beispielsweise in eine Scherbe treten, hast du grundsätzlich einen Anspruch gegenüber der Person, die für die zerbrochene Flasche verantwortlich ist. Es ist nur leider nicht so einfach an Karneval die Person ausfindig zu machen. Deshalb gibt es mittlerweile abgesperrte Bereiche in den Innenstädten, in denen Glasflaschen komplett verboten sind.


Karnevalstage = Feiertage?

Grundsätzlich sind die Karnevalstage keine gesetzlichen Feiertage. In vielen Karnevalshochburgen geben die Arbeitgeber ihren Mitarbeitern auf freiwilliger Basis frei. Sollte dies bei dir nicht der Fall sein, musst du dir ganz regulär Urlaub nehmen. Der Chef kann dir den Urlaub in der Regel nur dann verwehren, wenn dringende betriebliche Gründe vorliegen.


Vorsicht – Polizeikontrolle!

Grundsätzlich musst du im Wagen zwei Dokumente mitführen: deinen Führerschein und die Zulassungsbescheinigung Teil I (den früheren Fahrzeugschein). Hast du die Papiere gar nicht oder unvollständig dabei, droht eine Ordnungswidrigkeit in Höhe von 10 Euro.

Je nach Alkoholkonzentration in deinem Blut gelten verschiedene Regelungen, die wir dir kurz zusammengefasst haben:

  • 0,5 bis 1,09 Promille: Bußgeld zwischen 500 Euro und 1.500 Euro, Fahrverbot zwischen einem und drei Monaten und zwei Punkte in Flensburg.
  • Ab 1,1 Promille: Gilt als Verkehrsstraftat. Bei Ersttätern wird eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen auferlegt, zwischen neun und elf Monaten die Fahrerlaubnis entzogen und drei Punkte in Flensburg eingetragen. Bei einem Nettoeinkommen von 2.100 Euro im Monat liegt die Geldstrafe bei 2.800 Euro für 40 Tagessätze. Bei Wiederholungstätern fällt die Strafe insgesamt teurer aus und es kann zu einer Freiheitsstrafe führen.
  • Ab 1,6 Promille wird eine MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) angeordnet, wenn du nach einem Entzug deiner Fahrerlaubnis deinen Führerschein neu beantragst.
  • Die Regelungen gelten in der Regel auch für Fahrrad- und E-Roller-Fahrer.
  • Für Fahranfänger gilt die 0,0-Promillegrenze.

Zustimmung zur Durchführung eines Alkohol- und Drogenschnelltests?

Grundsätzlich darfst du einen Test während einer Polizeikontrolle verweigern – dieser hätte sowieso in einem Strafverfahren vor Gericht keine Beweiskraft. Solltest du einem Alkohol- und Drogenschnelltest nicht zustimmen, kann die Polizei entscheiden, ob ein Bluttest gemacht werden soll. Dafür benötigt die Polizei allerdings einen richterlichen oder staatsanwaltschaftlichen Beschluss. Wird ein Richter nicht kurzfristig erreicht, kann die Polizei legal einen Bluttest bei einem Arzt veranlassen. Dazu müssen aber konkrete Hinweise vorliegen, dass ein Alkohol- oder Drogenmissbrauch vorliegt. Ein konkreter Hinweis liegt zum Beispiel dann vor, wenn sie eine Alkoholfahne bemerken oder das Auto nach Drogen riecht.


Wildpinkeln - Wenn´s mal schnell gehen muss

An Karneval leider keine seltene Situation. Überfüllte Kneipen und keine Toilette weit und breit – da kommen einige auf die Idee ihr Geschäft an einer Hauswand zu verrichten. Bußgelder für Wildpinkeln variieren je nach Stadt. In Düsseldorf wird in der Regel ein Bußgeld in Höhe von 35 Euro fällig, in Köln sind es meist 40 Euro. In Domnähe bist du dann auch schnell 200 Euro los.


Wir hoffen, dass wir dich mit diesem Artikel zu allen wichtigen Punkten informieren konnten und wünschen eine ausgelassene jecke Zeit!

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