telefonische Rechtsberatung
Menü mobile menu close mobile menu

GRATIS-ANGEBOT

Die ersten 100 Kunden erhalten eine telefonische Rechtsberatung geschenkt.

Hier Gutschein anfordern
Zurück

Flugreisen - Das kann dir passieren

Alles zum Lufthansa-Streik und deinen Rechte als Betroffener

Lufthansa Artikel Hp

Die Gewerkschaft Ufo (Unabhängige Flugbegleiter Organisation) hat ihre Mitglieder des Kabinenpersonals für den 7. und 8. November 2019 zum Warnstreik aufgerufen. Somit wurde letzte Woche die größte Fluggesellschaft Europas bestreikt, wodurch tausende von Passagieren nicht fliegen konnten. Im folgenden Artikel findest du alle relevanten Infos rund um den Tarifkonflikt zwischen der Ufo und der Lufthansa und erfährst welche Rechte du als betroffener Passagier hast.

Heute, am 12. November 2019, wurden Gespräche zur Schlichtung geführt, die allerdings ohne abschließendes Ergebnis blieben. Was das genau bedeutet, kann man pauschal noch nicht sagen. Die Ufo hatte vor einigen Tagen angekündigt, dass weitere Streiks nicht auszuschließen wären und die Ausweitung auf die Lufthansa-Töchter möglich wäre, wenn die Gespräche ergebnislos blieben. Zu den betroffenen Töchtern gehören Germanwings, Eurowings Deutschland, SunExpress Deutschland und Lufthansa CityLine.


Welche Ansprüche haben Passagiere, wenn ihr Flug von dem Streik betroffen ist?

Die Airline muss die Passagiere gemäß der EU-Richtlinie 261/2004  betreuen. Im Detail bedeutet es, dass die Passagiere Anspruch auf zwei Telefonate, zwei E-Mail, Essen, Getränke und ggf. eine Übernachtung haben. Die Leistungen müssen für Betroffene erbracht werden, die länger als zwei Stunden Verspätung haben und gilt für Flüge von bis zu 1.500 Kilometern. Bei Flügen von 1.500 bis 3.500 Kilometern besteht der Anspruch nach drei Stunden Verspätung und ab 3.500 Kilometern erst nach vier Stunden. Bei einer Wartezeit von mehr als 5 Stunden können Betroffene vom Beförderungsvertrag zurücktreten und eine Erstattung des Flugpreises fordern.


Besteht ein Anspruch auf Entschädigung?

Wenn kein außergewöhnlicher Umstand vorliegt, haben Passagiere bei einer Verspätung von drei Stunden grundsätzlich einen Anspruch auf eine Entschädigung von bis zu 600 Euro. Allerdings hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass ein Streik zu den außergewöhnlichen Umständen gehört und Passagiere somit nach der Fluggastrechtverordnung keinen Anspruch auf Entschädigung haben. Die Entschädigung ist nur dann komplett ausgeschlossen, wenn die Fluggesellschaft alle tragbaren Maßnahmen getroffen hat, um die Folgen des Streiks zu vermeiden.


Die Lufthansa hat ihren Kunden angeboten kostenfrei umzuplanen. Das heißt, wer ein Ticket für den 7. oder 8. November besitzt, kann es in den nächsten zehn Tagen innerhalb der Lufthansa Group umbuchen. Flüge innerhalb Deutschlands können auch in Bahntickets umgewandelt werden. Alle Informationen findet ihr HIER auf der Website der Lufthansa.


Bist du selbst betroffen und möchtest dich zum weiteren Vorgehen beraten? Klick auf den unteren Button, um eine Rechtsberatung, spezialisiert auf dein Rechtsproblem, zu erhalten.


© jurpartner 2019